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Mathieu Roaunet berichtet von der Europameisterschaft

September 16, 2008

Mathieu Roanet ist vor kurzem von der Europameisterschaft in Lomza, Polen zurückgekehrt. Er berichtet von dem Wettbewerb wie folgt:

„Die Durchgänge waren wirklich interessant, und ich denke, dass uns deren Vielfältigkeit zu akkuraten Resultaten verholfen hat. Das Wetter war nicht immer gut, manchmal regnete es, und letztlich fanden nur 6 Durchgänge statt, und das ist das Minimum für eine Meisterschaftsaustragung. Im allgemeinen liegt der Durchschnitt bei 10-12.

Das französische Team war dieses Jahr ziemlich neu zusammengesetzt, mit vielen jungen Piloten, die in der Szene noch ziemlich unerfahren sind. Alexandre Mateos und seine Schwester Coralie nahmen dort zum ersten mal an einem internationalen Wettkampf teil. Alex flog einen Viper 20m (er ist gerade erst 16 Jahre jung, und relativ klein), und Coralie flog mit ihrem Rush Power. Für ihren ersten wichtigen Wettbewerb haben sie sich gut geschlagen. Einige Anfängerfehler haben sie in den Plätzen leider etwas nach hinten verwiesen, aber ich denke mit nur ein wenig mehr Erfahrung können sie ganz an der Spitze mitfliegen. Am ersten Tag war ich von ihrer Leistung beim Punktlanden wirklich beeindruckt, und sie erhielten in dieser Disziplin die maximale Punktzahl, die sie sogar trotz turbulenter Luft erreichten. Auch ihre Leistung beim Slalomfliegen konnte sich sehen lassen.

Der erste Durchgang war Punktlanden und fand unter ziemlich turbulenten Bedingungen statt, was einigen Schirmen beim Starten Schwierigkeiten bereitete. Der zweite war ein Schnelligkeitsdurchgang mit begrenztem Zeitfenster, und hier waren die Flügel mit Reflex Profil natürlich die Schnellsten. Der dritte Durchgang war ein unglaubliches Rennen mit Pylonen – das war ein kostenintensives Unterfangen, bei dem jeder so oft wie möglich um die Hütchen fliegen musste. Ich wurde hinter einem 4-Takt-Motor, der bei solch spritintensiven Übungen klar im Vorteil liegt, Zweiter. Es war beeindruckend, mit 40 anderen Schirmen zu gleich zu fliegen, in die selbe Richtung und zur selben Zeit! Das war mit Sicherheit der witzigste Durchgang des Wettbewerbs. Der vierte Durchgang war ein japanischer Slalom; ich wurde wieder Zweiter, und Alex schnitt auch recht gut ab. Sein Viper 20 ist extrem gut manövrierbar und hat einen sehr kleinen Radius.

Bei dem fünfte Durchgang ging es darum, so viele Wendepunkte wie möglich zu erreichen. Hier machte ich einen großen Fehler und konnte die Thermik, die ich unter der riesigen Cumulus Straße vermutete, nicht mehr finden. Ich traf die radikale Entscheidung, den Wolken zu folgen, und das war an diesem Tag nicht die weiseste Entscheidung. Es erwies sich als großer Fehler, und bescherte mir keine der 400 Punkte. Wenn man diese Fehlentscheidung betrachtet, war der dritte Platz als mein Gesamtresultat ziemlich akzeptabel.

Der 6. Durchgang fand gleich danach statt, und es ging um Minimum Speed / Maximum Speed. Hier war das französische Team ebenfalls recht gut, und konnte seinen gesamt 2. Platz halten. Am Ende holten sie sich auch die Silbermedaille. Das ist ein großartiges Ergebnis, wenn man bedenkt, dass nur 2 erfahrene Piloten im Team waren, und alle anderen Wettkampfneulinge waren! Ich selbst war bester Franzose, und gesamt 3ter.

Der nächst beste Ozone Pilot auf den Platzierungen war Alex Mateos. Obwohl er erst 16 ist, wurde er in der Gesamtwertung 17ter. Das ist sehr beeindruckend.“

Mathieu und alle anderen, ihr habt exzellente Arbeit geleistet! Und der Mateos Familie möchten wir im Besonderen gratulieren: Wir sind uns sicher, dass dies ein einprägsamer Name in der weltweiten PPG Wettbewerbsszene wird!

Cheers vom gesamten Team!